Themenabend "Kinder unter Strom"
Kreisschule Regio Laufenburg Themenabend „Medien“
Wichtiges Referat vor interessiertem Publikum gehalten
LAUFENBURG (ja) Am Montag, 21. November, referierte Terri Obrist von der Suchtprävention Aargau vor rund 70 interessierten Eltern und Lehrpersonen über die Thematik „Der richtige Umgang mit Medien“.
Schwierige Ausgangslage für die Erwachsenen
„Wie bespreche ich das Thema Medien mit meinen Kindern? Was soll ich ihnen verbieten, und was lasse ich zu? Wo bekomme ich Hilfe und Unterstützung?“
Anlässlich solcher Fragen wurde ein Themenabend für die Eltern der ersten Oberstufenklassen aller drei Stufen organisiert. Schwerpunkt dieses Abends waren die Medien.
Eltern sind oft überfordert mit den immer neuen Angeboten in der Medienwelt; Smartphones, Games und soziale Netzwerke sind nur ein Teil des immer grösser werdenden Angebots. Für Jugendliche und Kinder, die damit aufwachsen, ist es kein Problem, Schritt zu halten. Sie sind „digitale Neugeborene“ und scheuen sich nicht, alles auszuprobieren, und zu erforschen.
Doch die Eltern als „digitale Immigranten“ stossen mit ihren Kenntnissen oft an ihre Grenzen. Dies kann aber durchaus von Vorteil sein. Kinder können ihren Eltern Neues zeigen und erklären. Die Eltern haben dafür die Lebenserfahrung und können ihre Kinder so unterstützen und ihnen die Gefahren aufzeigen. Denn oft sind sich die Jugendlichen nicht bewusst, was es bedeutet, private Informationen im Internet preiszugeben, oder wie sie mit ihren teilweise freizügigen Bildern auf Andere wirken.
Heutige Medien - immer und überall verfügbar und multifunktional einsetzbar
Für die Jugendlichen sind sie ein Kommunikationsmittel, eine Möglichkeit, soziale Kontakte zu pflegen, ein Mittel für Trauerarbeit oder auch einfach ein Zeitvertreib. Viele Jugendliche flüchten sich in die virtuelle Welt, um von ihren Problemen zu flüchten. Das dies über längere Zeit nicht funktioniert, ist offensichtlich. Daher ist es wichtig, als Eltern eine Einschränkung der Medienzeit mit den Kindern zu vereinbaren. Da die Selbstdisziplin der Jugendlichen erst mit etwa zwanzig Jahren ausgereift ist, ist es bis dahin die Aufgabe der Eltern, dafür zu sorgen, dass Hausaufgaben und andere Aktivitäten - abgesehen vom Medienkonsum - nicht zu kurz kommen.
Laut Terri Obrist sollte man die Nutzung der Medien aber nicht verbieten. Falls man Medien als Sanktionen braucht, gibt man ihnen einen höheren Stellenwert, als sie eigentlich haben. In der heutigen Berufswelt gehöre eine Medienkompetenz dazu. Zudem würden die Jungendlichen zu Freunden gehen und dort alles ausprobieren.
Es ist wichtig, dass man als Eltern eine klare Haltung einnimmt und den Kindern ihre Meinung bezüglich der Medien aufzeigt. Man darf nicht vergessen, dass man als Eltern eine Vorbildfunktion hat, und die Kinder auch das Verhalten im Umgang mit den Medien abschauen. Am besten bleibt man mit den Kindern im Gespräch und lässt sich informieren, was es Neues gibt. Dies kann man bei den Kindern selbst oder auch bei Bekannten und Freunden tun.
Den Kindern müssen klare Regeln im Umgang mit den Medien gesetzt werden. Sie dienen als Orientierungshilfe. Die Regeln sollten am besten mit den Kindern zusammen erarbeitet werden.
Beim anschliessenden Apero tauschten sich die Eltern noch angeregt über das Gehörte aus. Die interessante und lehrreiche Präsentation hatte viele Fragen geklärt und zu neuen Diskussionen angeregt.














